Online Casino mit Autoplay 2026: Was die Lizenz über das Feature verrät
Eine automatische Spin-Funktion klingt nach Bequemlichkeit, doch wer in Deutschland spielt, bekommt sie nicht ohne Regeln. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) schreibt seit dem GlüStV 2021 ein Mindestintervall von fünf Sekunden zwischen einzelnen Spins vor, und diese Vorgabe gilt auch im Autoplay-Modus. Wer die Funktion sucht, sucht also nicht primär ein technisches Extra, sondern einen Anbieter, der sie im Rahmen der deutschen Lizenz anbietet, und einen, der sich nicht an diese Regeln hält.

Stand: 23 September 2026 · Geprüft gegen die GGL-Whitelist (Stand 07.09.2026).
Inhaltsverzeichnis
- Rechtslage: Was Autoplay in Deutschland bedeutet
- Das 5-Sekunden-Intervall: Warum Autoplay in Deutschland langsamer läuft
- Spielerschutz: Wie Autoplay und Limits zusammenwirken
- Spielauswahl: Welche Slots Autoplay unterstützen
- Top-Anbieter im Vergleich: Acht Plattformen mit und ohne GGL-Lizenz
- Offshore vs. lizenziert: Was der Unterschied konkret bedeutet
- Wettumsatz-Bandbreite: Was ein Bonus an Spielzeit kostet
- Häufig gestellte Fragen
Rechtslage: Was Autoplay in Deutschland bedeutet
Die deutsche Glücksspielregulierung kennt zwei verschiedene Erlaubnistypen, und sie entscheiden darüber, welche Spiele ein Anbieter überhaupt anbieten darf. Die bundesweite GGL-Erlaubnis nach § 22a GlüStV 2021 deckt ausschließlich virtuelle Automatenspiele ab, also Online-Slots. Für klassische Casinospiele wie Roulette, Blackjack oder Live-Dealer-Tische vergeben die Länder eigene Erlaubnisse nach § 6e Abs. 3 GlüStV 2021, bundesweit gibt es dafür keine Konzession. Die GGL-Whitelist führt unter der Kategorie „Online-Casinospiele“ daher nur fünf Einträge, und alle fünf fallen in die Zuständigkeit einzelner Bundesländer, etwa Schleswig-Holstein für Merkur Bets Malta, NOVOLINE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe sowie Bayern für die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung.

Für die Autoplay-Funktion selbst ist diese Trennung entscheidend: Slots mit Autoplay gibt es nur dort, wo der Anbieter überhaupt Slots anbieten darf, also bei den Inhabern einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Tische und Live-Spiele bleiben von der Funktion ohnehin ausgenommen, nicht weil die Lizenz sie ausschließt, sondern weil das Konzept automatischer Spins auf einen Croupier nicht passt.
Das 5-Sekunden-Intervall: Warum Autoplay in Deutschland langsamer läuft
Seit Inkrafttreten des GlüStV 2021 am 1. Juli 2021 gilt für virtuelle Automatenspiele eine Mindestdauer von fünf Sekunden pro Spin. Diese Vorgabe betrifft das Spiel selbst, nicht die Art, wie der Spin ausgelöst wird. Wer den Autoplay-Knopf drückt, startet also keine schnelle Schleife, sondern eine Kette von Einzelspins, zwischen denen das System weiterhin die gesetzliche Pause einhält. Ein „Turbo-Modus“, wie ihn internationale Casinosoftware gelegentlich anbietet, lässt sich unter deutscher Lizenz nicht aktivieren.

Diese Einschränkung hat handfeste Gründe. Die Regulierung soll verhindern, dass Spieler in Minuten Summen setzen, die sie bei manuellem Spiel in einer halben Stunde kaum erreichen würden. Die Steuer auf virtuelle Automatenspiele beträgt 5,3 % pro Einsatz nach § 38 RennwLottG, doch das allein erklärt das Intervall nicht. Es geht um die Spielgeschwindigkeit als solche, ein Faktor, den die GGL in ihrer Spielerbeurteilung als eigenständiges Risiko behandelt. Autoplay verstärkt diesen Effekt, weil der Spieler weniger Berührungspunkte mit dem Spiel hat und schneller in eine Routine gerät, die das einzelne Ergebnis nicht mehr bewusst wahrnimmt.
Anbieter, die nicht auf der GGL-Whitelist stehen, halten sich an diese Vorgabe nicht zwingend. Manche Offshore-Casinos erlauben Spins im Abstand von einer Sekunde oder weniger, andere bieten eine Autoplay-Funktion mit einstellbarer Rundenzahl und variablem Einsatz pro Spin ohne jede Unterbrechung. Für deutsche Spieler ist diese Freiheit kein Vorteil, sondern ein Risiko, weil sie außerhalb des deutschen Rechtsraums spielen und weder OASIS noch LUGAS greifen.
Spielerschutz: Wie Autoplay und Limits zusammenwirken
Autoplay ist nicht deshalb problematisch, weil es schneller spielt, sondern weil es den Spieler aus dem Takt bringt. Wer manuell klickt, registriert jeden Verlust, jeden kleinen Gewinn und das langsame Absinken des Kontostands. Wer die Automatik einschaltet, sieht am Ende nur noch das Ergebnis einer längeren Sitzung. Genau hier setzen die deutschen Schutzmechanismen an.
OASIS und LUGAS als Pflicht-Anbindung
Jeder GGL-lizenzierte Anbieter muss vor jedem Login die Spielersperrdatei OASIS abfragen. Wer sich dort hat eintragen lassen, wird abgewiesen, unabhängig davon, ob er Autoplay nutzt oder nicht. Die Limitdatei LUGAS erzwingt das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von monatlich 1.000 €, das nur auf Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit erhöht werden kann. Die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen auf mehreren Plattformen gleichzeitig, sodass der Spieler nicht auf einer zweiten Seite weiterdrehen kann, während die erste noch läuft. Für automatisches Spielen bedeutet das: Wer auf einer Plattform Autoplay startet, kann auf keiner anderen GGL-lizenzierten Plattform gleichzeitig spielen, ein Effekt, den manuelle Spieler kaum bemerken und der bei Offshore-Casinos schlicht nicht existiert.
Einsatzlimits und Stufensystem
Seit dem 1. Juli 2026 gilt ein neuer Stufenplan für den maximalen Einsatz pro Spin. Die Basisgrenze liegt bei 1 €, unabhängig vom Alter. Spieler ab 21 Jahren dürfen bis zu 3 € pro Spin setzen, und nach einer 90-tägigen Qualifizierungsphase, in der Spielverhalten und Selbsteinschätzung dokumentiert werden, bis zu 5 €. Diese Stufen sind optional für den Anbieter; er kann bei der 1-€-Grenze bleiben, wenn er die höheren Stufen nicht anbieten möchte. Die Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2027 und wird danach neu bewertet. Für Autoplay gilt sie in vollem Umfang: Das Einsatzlimit pro Spin bleibt dasselbe, egal ob der Spin manuell oder automatisch ausgelöst wird.
Pflicht-Selbstausschluss und Verlustgrenzen
Die Autoplay-Funktion selbst lässt sich nicht abschalten, wenn der Spieler sie einmal aktiviert hat, doch jedes lizenzierte Casino muss ihm die Möglichkeit geben, eigene Verlustgrenzen und Sitzungslimits zu setzen. Diese Limits greifen unabhängig davon, ob die Spins automatisch laufen oder nicht. Wer ein tägliches Verlustlimit von 50 € festlegt und Autoplay mit 100 Spins à 0,50 € startet, wird nach dem 100. Spin gestoppt, auch wenn die Automatik noch weiterlaufen würde.
Spielauswahl: Welche Slots Autoplay unterstützen
Autoplay ist eine Funktion, die fast jeder moderne Slot mitbringt, von Book of Ra über Eye of Horus bis hin zu Titeln kleinerer Studios wie Indigo Magic. Die Funktionsweise ist durchgängig ähnlich: Der Spieler wählt die Anzahl der automatischen Spins (üblich sind 10, 25, 50, 100 oder benutzerdefiniert), legt den Einsatz pro Spin fest und bestätigt den Start. Während die Automatik läuft, lässt sie sich jederzeit manuell stoppen, und einzelne Slots erlauben es, die Automatik bei bestimmten Ereignissen zu unterbrechen, etwa wenn ein Bonus-Feature ausgelöst wird.
Die Plattformen mit GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele bieten jeweils einen unterschiedlichen Spielebestand. JackpotPiraten listet rund 1.300 Spiele von mehr als 16 Herstellern in seiner Auszahlungsquoten-Übersicht, BingBong führt etwa 1.200 Spiele von über 15 Herstellern, und die staatliche Plattform DIE SPIELBANK wirbt mit über 900 Slots. Novomatic als einer der wichtigsten deutschen Anbieter gibt auf BingBong an, mehr als 600 Spiele veröffentlicht zu haben, während kleinere Studios wie Indigo Magic mit rund 30 Slots vertreten sind.
Welche dieser Spiele tatsächlich Autoplay unterstützen, variiert von Titel zu Titel. Bei klassischen Novoline-Slots ist die Funktion seit Jahren Standard, bei neueren Spielen mit komplexen Bonus-Mechaniken schalten manche Hersteller Autoplay aus Gründen der Spielmechanik ab. Die Whitelist der GGL führt 34 Einträge unter der Kategorie „Virtuelle Automatenspiele“, und jeder dieser Erlaubnisinhaber kann theoretisch eigene Spielebibliotheken zusammenstellen, solange jedes einzelne Spiel vorab von der GGL genehmigt wurde.
Top-Anbieter im Vergleich: Acht Plattformen mit und ohne GGL-Lizenz
Die folgende Übersicht unterscheidet klar zwischen lizenzierten und nicht lizenzierten Anbietern. Die ersten sechs Plattformen führen eine Erlaubnis der GGL oder eines Bundeslandes und unterliegen damit den deutschen Spielerschutzregeln. Die letzten beiden Plattformen sind Offshore-Casinos ohne deutsche Lizenz und fallen außerhalb des Regulierungsraums.
| Anbieter | Lizenzstatus (GGL-Whitelist) | Unterstützung Autoplay | Beworbene Bedingungen |
|---|---|---|---|
| JackpotPiraten | Whitelist – Virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH) | Keine Angabe verfügbar | Freispiel-Aktionen, keine Einzahlungsbonus-Prozente öffentlich |
| BingBong | Whitelist – Virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH) | Keine Angabe verfügbar | Free Spins für Novoline-Slots, Aktions-Newsletter |
| DIE SPIELBANK | Whitelist – Virtuelle Automatenspiele (Sächsische Spielbanken) | Keine Angabe verfügbar | Erste staatliche Online-Spielothek, über 900 Slots |
| Merkur | Whitelist – Online-Casinospiele (Merkur Bets Malta, Schleswig-Holstein) | Keine Angabe verfügbar | Tisch- und Live-Spiele im Landesspielbanken-Format |
| Tipico Games | Whitelist – Virtuelle Automatenspiele (Tipico Games Limited) | Keine Angabe verfügbar | Bekannte Sportwetten-Marke mit separatem Casino-Angebot |
| Wunderino | Whitelist – Virtuelle Automatenspiele (Megapixel Entertainment) | Keine Angabe verfügbar | Etabliertes Online-Casino mit Slot-Fokus |
| Ice Casino | Nicht auf der GGL-Whitelist | Keine Angabe verfügbar | Einzahlungsbonus mit 40× Rollover, Freispiel-Gewinne 35× |
| Slottica | Nicht auf der GGL-Whitelist | Keine Angabe verfügbar | Curaçao-Lizenz OGL/2024/1060/0472, keine deutsche Anbindung |
Die Tabelle zeigt ein deutliches Bild: Sechs Anbieter operieren innerhalb des deutschen Regulierungsrahmens, zwei nicht. Bei den lizenzierten Anbietern sind weder Autoplay-spezifische Werbehinweise noch technische Details zur Funktion öffentlich dokumentiert, weil die Whitelist nur die Erlaubnis als solche führt, nicht die Spielfunktionen der einzelnen Titel. Wer Autoplay nutzen will, findet sie in den meisten Slots der lizenzierten Plattformen als Standardfunktion, ohne dass die Anbieter sie besonders bewerben.
Bei den Offshore-Casinos Ice Casino und Slottica fehlt nicht nur die GGL-Erlaubnis, sondern auch jede Anbindung an OASIS oder LUGAS. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat existiert dort nicht, ebensowenig das 5-Sekunden-Intervall. Für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland sind diese Plattformen nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit, und die GGL selbst veröffentlicht keine schwarze Liste, sondern bestätigt nur die Abwesenheit von der Whitelist.
JackpotPiraten
JackpotPiraten gehört zur DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH, die auch BingBong betreibt. Beide Plattformen teilen sich dieselbe Lizenz für virtuelle Automatenspiele und denselben Spielebestand im Grundgerüst, ergänzen ihn aber um unterschiedliche Studios. JackpotPiraten positioniert sich selbst als „die erste Online Spielothek mit GGL-Lizenz“ und führt rund 1.300 Spiele von mehr als 16 Herstellern. Die im September 2026 beworbenen Aktionen, bis zu 310 Freispiele für Novoline-Slots im „Cpt Jacks Deal des Monats“ oder die 5.000 Freispiele ohne Einzahlung im „Donnerstags-Jackpot“ mit nur 1-facher Umsatzbedingung, zeigen, dass das Casino aktiv um Spieler wirbt, ohne dabei Einzahlungsboni mit Prozentsätzen öffentlich auszuweisen. Das ist typisch für den deutschen Markt: Lizenzinhaber kommunizieren Promotionen über Freispiele und Aktionen, nicht über klassische Match-Bonus-Strukturen.
BingBong
BingBong läuft unter demselben Betreiber wie JackpotPiraten, besitzt aber eine teilweise andere Spielebibliothek mit rund 1.200 Titeln von über 15 Herstellern. Die Plattform bewarb Anfang September 2026 unter „September-Spaß mit neuem Crazy Deal“ 295 Free Spins für Novoline-Slots, gefolgt von 10 Free Spins ohne Einzahlung zum September-Start in der „Bye Bye August“-Aktion. Diese dichte Folge von Free-Spin-Promotionen, oft an einzelne Slots oder Hersteller gebunden, ist ein Muster, das sich durch den gesamten lizenzierten deutschen Markt zieht: Die Anbieter setzen auf Free-Spin-Aktionen, weil das GlüStV 2021 Werbung für klassische Einzahlungsboni stark einschränkt und Einzahlungslimits die Höhe solcher Boni ohnehin deckeln würde.
DIE SPIELBANK
Die staatliche Plattform DIE SPIELBANK gehört der Sächsischen Spielbanken-GmbH & Co. KG und wirbt mit dem Slogan „der erste staatliche Anbieter für virtuelles Automatenspiel in Deutschland“. Die Erlaubnis besteht seit dem 3. November 2022, erteilt vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt. Bemerkenswert ist die sprachliche Distanz zum Begriff „Casino“: Die Spielbank spricht im Fließtext konsequent von „Online-Spielbank“ und „Online-Spielothek“, während im SEO-Titel der Seite dennoch „Legales Online Casino mit 900+ Online Slots“ steht. Diese Produktbezeichnung spaltet sich in drei Ebenen auf: Das Gesetz nennt das Produkt „virtuelles Automatenspiel gemäß §§ 4 bis 4d i.V.m. 22a GlüStV 2021“, die Betreiber vermarkten es als „Online-Spielothek“ oder „Online-Spielbank“, und „Casino“ taucht nur in Randbereichen wie SEO-Titeln auf.
Merkur
Merkur fällt in eine andere Kategorie: Die Plattform besitzt eine Erlaubnis für Online-Casinospiele, also Tischspiele und Live-Dealer-Angebote, nicht für virtuelle Automatenspiele. Die Zuständigkeit liegt beim Land Schleswig-Holstein, und der Anbieter Merkur Bets Malta Limited ist einer von nur fünf Einträgen in der Whitelist-Kategorie „Online-Casinospiele“. Für Spieler, die Autoplay suchen, ist diese Plattform weniger relevant, weil Roulette und Blackjack keine automatische Spin-Funktion im klassischen Sinn kennen. Die Plattform zeigt aber, dass das deutsche Lizenzsystem zwei getrennte Sphären geschaffen hat: Slots hier, Tische dort, und nur wenige Anbieter decken beide Bereiche ab.
Tipico Games
Tipico Games (Tipico Games) startete als Casino-Sparte des bekannten Sportwetten-Anbieters und führt eine eigene GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele unter der Tipico Games Limited. Die Marke ist im deutschen Sportwetten-Markt etabliert und hat ihre Casino-Plattform als separates Produkt daneben gestellt. Für Autoplay-Spieler bedeutet das: Eine vertraute Marke mit deutscher Lizenz, deren Spielebibliothek sich auf Slots konzentriert, aber keine Besonderheiten bei der Autoplay-Funktion selbst aufweist.
Wunderino
Wunderino gehört zur Megapixel Entertainment Limited und besitzt eine GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Die Plattform gehört zu den etablierten Namen im deutschsprachigen Online-Casino-Markt und war bereits vor der GGL-Lizenzierung aktiv, weshalb die Migration auf die deutsche Regulierung für Bestandskunden mit Anpassungen verbunden war. Heute operiert Wunderino vollständig innerhalb des GGL-Rahmens, mit anbieterübergreifendem Einzahlungslimit, OASIS-Anbindung und 5-Sekunden-Intervall.
Ice Casino
Ice Casino wird laut Betreiberangabe von WhiteBox B.V. mit Sitz in Curaçao betrieben (Company Number 155412) und besitzt keine deutsche Lizenz. Die Plattform warb mit einem Einzahlungsbonus, an den ein Rollover von 40× geknüpft ist, während Gewinne aus Freispielen mit 35× umgesetzt werden müssen. Diese Bedingungen liegen deutlich über dem, was auf dem deutschen Markt üblich wäre, wenn es dort überhaupt vergleichbare Einzahlungsboni gäbe. Für deutsche Spieler ist Ice Casino kein regulierter Anbieter: kein OASIS, kein LUGAS, keine 5-Sekunden-Pause, kein Einzahlungslimit, und die rechtliche Lage bewegt sich im Graubereich des § 285 StGB.
Slottica
Slottica wird laut Betreiberangabe von Atlantic Management B.V. mit Sitz in Curaçao unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472 betrieben und ist ebenfalls nicht auf der GGL-Whitelist geführt. Die Plattform teilt mit Ice Casino die Strukturmerkmale Offshore-Casinos: keine deutsche Erlaubnis, keine Anbindung an deutsche Schutzsysteme, keine Pflicht zu spielbezogenen Pausen. Für Spieler in Deutschland bleibt die Nutzung solcher Plattformen eine riskante Wahl, weil weder das Geld noch die Spielmechanik dem deutschen Recht unterliegen.
Offshore vs. lizenziert: Was der Unterschied konkret bedeutet
Der auffälligste Unterschied zwischen GGL-lizenzierten Anbietern und Offshore-Casinos liegt nicht in der Autoplay-Funktion selbst, sondern in dem, was sie einschließt und was sie nicht einschließt.
Lizenzierte Anbieter müssen vor dem ersten Einsatz eine vollständige KYC-Prüfung durchführen, den Spieler in OASIS abfragen, das Einzahlungslimit über LUGAS verwalten, jedes Spiel vorab genehmigen lassen, Gewinne auf das Konto überweisen, das auf den Namen des Spielers bei einem EU-regulierten Zahlungsdienstleister läuft, und Spins mit mindestens fünf Sekunden Abstand ausführen. Diese Auflagen summieren sich zu einem System, das den Spieler bremst, dokumentiert und begrenzt. Autoplay funktioniert darin, aber es funktioniert innerhalb von Leitplanken.
Offshore-Casinos bieten Autoplay ohne diese Leitplanken an. Keine fünf Sekunden Mindestabstand, keine 1.000-€-Grenze pro Monat, keine Sperrdatei. Dafür keine deutsche Rechtsdurchsetzung bei Streit, keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden, und eine Lizenz aus Curaçao, deren Aufsicht sich nicht mit der europäischen Spielerschutz-Logik vergleichen lässt. Der Verlockung der schnelleren Spins und höheren Boni steht die Unsicherheit gegenüber, dass im Streitfall kein deutsches Gericht zuständig ist.
Wettumsatz-Bandbreite: Was ein Bonus an Spielzeit kostet
Die folgenden Berechnungen zeigen, wie unterschiedlich sich Bonusangebote auf die erforderliche Spielzeit auswirken. Da lizenzierte deutsche Anbieter öffentlich keine Einzahlungsbonus-Prozentsätze nennen, sondern mit Freispiel-Aktionen werben, basiert diese Bandbreite auf den Offshore-Beispielen aus der Datenbasis sowie auf hypothetischen Annahmen für lizenzierte Anbieter.
Szenario 1: Ice Casino Einzahlungsbonus
Bei einem angenommenen Bonus von 200 € und einem Rollover von 40× ergibt sich ein erforderlicher Gesamtumsatz von 8.000 €. Bei einem Spieleinsatz von 1 € pro Spin (entsprechend der Basisgrenze für deutsche Spieler, die Ice Casino allerdings nicht erzwingt) sind das 8.000 Spins. Bei einem 5-Sekunden-Intervall ergibt das eine Spieldauer von rund 11,1 Stunden, bei einem 3-Sekunden-Intervall (Offshore-typisch) etwa 6,7 Stunden. Die Bandbreite liegt also zwischen etwa 6,7 und 11,1 Stunden reiner Spielzeit, je nachdem, welche Spin-Geschwindigkeit die Plattform tatsächlich zulässt.
Szenario 2: Ice Casino Freispiel-Gewinne
Gewinne aus Freispielen unterliegen bei Ice Casino einem Rollover von 35×. Bei einem angenommenen Freispiel-Gewinn von 50 € ergibt sich ein erforderlicher Umsatz von 1.750 €. Bei 1 € pro Spin sind das 1.750 Spins. Bei einem 5-Sekunden-Intervall dauert dies etwa 146 Minuten (2,4 Stunden), während es bei einem 3-Sekunden-Intervall etwa 88 Minuten (1,5 Stunden) in Anspruch nimmt. Der Unterschied zwischen den beiden Rollover-Faktoren (40× für Einzahlungsbonus, 35× für Freispiel-Gewinne) summiert sich bei kleinen Beträgen kaum, fällt aber bei höheren Gewinnen ins Gewicht.
Szenario 3: Lizenzierte Anbieter mit Free-Spin-Aktionen
Bei den GGL-lizenzierten Anbietern sind keine klassischen Einzahlungsboni verfügbar, sondern Free-Spin-Aktionen mit Gewinngrenzen. JackpotPiraten nennt beispielsweise 200 € als maximale Auszahlung für einzahlungsaktivierte Freispiele und 75 € für Freispiele ohne Einzahlung. Diese Gewinne werden laut Aktionsseite nur „an einen einmaligen Umsatz“ gebunden, also 1× statt der sonst üblichen mehrfachen Bedingung. Bei 200 € Gewinn und 1× Umsatz ergibt sich ein Gesamtumsatz von 200 €, also 200 Spins bei 1 € Einsatz. Bei 5 Sekunden Abstand sind das nur etwa 17 Minuten reine Spielzeit, ein Bruchteil der Offshore-Szenarien.
Die Bandbreite ist enorm: Lizenzierte Aktionen mit 1× Umsatz bewegen sich im Minutenbereich, Offshore-Boni mit 40× Rollover im Stundenbereich. Wer nur auf den Bonus-Wert schaut, übersieht die Spielzeit, die nötig ist, um ihn freizuspielen, und genau diese Spielzeit ist es, die bei Autoplay unbemerkt vergeht.
Häufig gestellte Fragen
Welche lizenzierten Online-Casinos bieten eine Autoplay-Funktion an?
Die GGL-Whitelist führt 34 Erlaubnisinhaber für virtuelle Automatenspiele, darunter JackpotPiraten, BingBong, DIE SPIELBANK, Tipico Games und Wunderino. Autoplay ist eine Standardfunktion in den meisten modernen Slots und wird von diesen Plattformen angeboten, ohne dass die Anbieter sie explizit bewerben, weil die Lizenz die Spielfunktion nicht separat ausweist.
Gilt das 5-Sekunden-Limit zwischen Spins auch im Autoplay-Modus?
Ja, die Vorgabe betrifft das Spiel selbst, nicht die Art der Auslösung. Auch automatische Spins müssen mindestens fünf Sekunden Abstand halten, und diese Regelung gilt seit dem 1. Juli 2021 unverändert. Ein Turbo-Modus, wie ihn manche Offshore-Casinos anbieten, lässt sich unter deutscher Lizenz nicht aktivieren.
Wie funktioniert die Autoplay-Funktion bei virtuellen Automatenspielen?
Der Spieler wählt die Anzahl der automatischen Spins (meist 10, 25, 50, 100 oder benutzerdefiniert), legt den Einsatz pro Spin fest und startet die Sequenz. Während die Automatik läuft, lässt sie sich jederzeit stoppen. Manche Slots unterbrechen die Automatik bei Bonus-Features oder bestimmten Gewinnschwellen, doch die meisten laufen ohne Unterbrechung bis zum Ende der gewählten Rundenzahl.
Kann ich bei aktivem Autoplay ein Einsatzlimit festlegen?
Ja, und dieses Limit greift unabhängig davon, ob die Spins automatisch oder manuell ausgelöst werden. Das gesetzliche anbieterübergreifende Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Monat und wird über LUGAS verwaltet. Zusätzlich können Spieler eigene Verlust- und Sitzungslimits setzen, die auch im Autoplay-Modus wirksam bleiben und die Automatik stoppen, sobald das Limit erreicht ist.
Unterscheidet sich Autoplay bei Offshore-Casinos von lizenzierten Anbietern?
Offshore-Casinos halten sich nicht an das 5-Sekunden-Intervall und nicht an das monatliche Einzahlungslimit. Sie können schnellere Spins, höhere Einsätze und höhere Boni anbieten, unterliegen aber keiner deutschen Aufsicht. Im Streitfall ist die Durchsetzung von Auszahlungsansprüchen vor deutschen Gerichten schwierig, und die Plattformen sind nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen.
Welche Spielautomaten unterstützen automatische Spins?
Die meisten modernen Slots bieten Autoplay als Standardfunktion, von klassischen Novoline-Titeln wie Book of Ra über Eye of Horus bis hin zu neueren Spielen kleinerer Studios. Welche Spiele auf welcher Plattform verfügbar sind, variiert: JackpotPiraten listet etwa 1.300 Spiele von über 16 Herstellern, BingBong etwa 1.200 von über 15, und DIE SPIELBANK über 900 Slots.
Erstellt vom Redaktionsteam „Casino Live Dealer Info”.
